Da ist Musik drin!
Praktisch
Nur 3,85 Meter lang, gehört der Honda Jazz zu den kleinen automobilen Vertretern, die mit viel Platz und großem Raumangebot glänzen. In Japan zählt er zu den beliebtesten seiner Klasse, und auch bei uns belebt er immer häufiger das Straßenbild. Frauen hat er es besonders angetan. Der Jazz mit hohem Dach und steilem Heck, punktet mit ungewöhnlich variablem Stauraum. Zum Beispiel für mein Fahrrad, das komplett hinter den Vordersitzen verschwindet, nachdem ich mit zwei Handgriffen die Sitzflächen der hinteren Sitzbank hochgeklappt habe.
Um Platz zu schaffen, haben die japanischen Konstrukteure den Tank vom Heck unter die Vordersitze verbannt. Dort ist er sicher aufgehoben und stört nicht. Trotz Fahrrad kann ich den 380 Liter großen Kofferraum nun für den Getränkeeinkauf uneingeschränkt nutzen. Anstandslos bringe ich 9 Kisten Wasser unter. Ohne Fahrrad und bei umgeklappten Rücksitzlehnen verwandelt sich der Jazz regelrecht zum Lademeister mit einer topfebenen Ladefläche. Ohne Stufen, ohne Lücken fasst er jetzt sogar 22 Getränkekisten – das Volumen erhöht sich auf 1.323 Liter.
Witzig
Auf Komfort muss beim Honda Jazz niemand verzichten. Klima-Anlage und Audio-Bedienelemente am Lenkrad sind beim Jazz 1.4 serienmäßig. Design und Materialien des Armaturenbretts sind modern und wirken durch die Karbon-Optik richtig chic. Die saubere Verarbeitung, das sportliche Ambiente mit dem frisch gestalteten Interieur und den chromfarbenen Applikationen sprechen an. Innovativ ist die Lichtgebung der Instrumente. Die silbern umrandeten Ziffernblätter mit Durchlichttechnolgie sind bei ausgeschaltetem Motor abgedunkelt und beginnen zu leuchten, sobald das Türschloss betätigt wird. Beim Einschalten der Zündung steigern sich Licht und Kontrast. Hübscher Gag, denke ich und lausche dem säuselnden Motorgeräusch. Die Multifunktionsanzeige versorgt mich mit Informationen zu Außentemperatur und Verbrauch. Die gut geformten Sitze, auf denen auch vier groß gewachsene Personen genügend Platz finden, sind noch bei längeren Fahrten bequem, schonen Bandscheiben und Wirbelsäule.
Spritzig
Mit dem Jazz zu fahren, macht Spaß. Im dichten Stadtverkehr und auf kurvigen Straßen zeigt er, wie viel Musik in ihm steckt. Der wendige Flitzer überzeugt mit guter Rundumsicht und sportlichem Handling. Mühelos zieht der Fronttriebler seine Bahn, begnügt sich mit geringer Drehzahl und bringt sein maximales Drehmoment (119 Nm) schon bei 2.800 U/min kraftvoll zur Geltung.
Das Fahrverhalten ist unproblematisch, die Lenkung präzise, die Schaltwege angenehm kurz. Das straffe Fahrwerk meistert klaglos grobes Kopfsteinpflaster und nimmt selbst Schlaglöcher gelassen in Kauf. Der 1,4 Liter-Benzinmotor mit 83 PS zieht munter hoch, ist spritzig, hängt spontan am Gas und verhält sich auch sonst zivilisiert. Dabei bietet das neuentwickelte Triebwerk mit zwei Zündkerzen pro Zylinderkopf genügend Leistung, ist fast so sparsam wie ein Dieselaggregat und mit 134 Gramm CO2 je Kilometer entsprechend schadstoffarm. Trotz Sportausführung will der Honda Jazz 1.4 ES Sport kein Rennwagen sein. Die Gänge voll ausfahren sollte man jedenfalls nicht. Die Höchstgeschwindigkeit reicht mit 170 km/h Spitze aus.
Gut
Der Honda Jazz bietet Allroundqualitäten, hat viel Platz, besonders hinten, wobei die variablen Rücksitze kinderleicht zu handhaben sind. Er überzeugt mit funktionalem Design, peppigen Farben, guter Ausstattung und vorbildlichen Lösungen für den optimalen Transport von Personen und Gepäck.
Text & Fotos: Renato Diekmann

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