Stille Wasser sind tief
Ursprüngliche Landschaft
Es muss ein guter Tag gewesen sein, als der Herrgott diesen Flecken Erde schuf. Schwarzer Wald und Wildbachrauschen, geschwungene Hügel und bodenständige Menschen beleben diesen urwüchsigen Landstrich am Schluchsee zwischen Freiburg und Waldshut. Der ursprüngliche, nur 2,1 Kilometer lange See verdankt seine Existenz den ehemaligen Eiszeit-Gletschern rund um den Feldberg. Während das Eis jener Zeit unter der Sonne allmählich dahin schmolz, hinterließ es bei Seebrugg eine Endmoräne, vor der sich die Schmelzwasser sammelten. Als später eine dicke, hohe Mauer den Schluchsee eingrenzte, entstand ein Stausee mit 108 Millionen Kubikmeter Wasser und einer Länge von 7,5 Kilometer. Er bezieht sein kostbares Nass nicht allein aus den umliegenden Schwarzwaldbergen, sondern dank der späteren Schneeschmelze in den Alpen auch vom nahegelegenen Rhein, von wo es im Sommer mit Nachtstrom in den Schluchsee hochgepumpt wird und so für reichlich Vorrat sorgt. Wasser gab es im Schwarzwald stets in Hülle und Fülle. Erfindungsreiche Bewohner leiteten es ab, ließen sich als Bauern und Handwerker am Wasser nieder und betreiben damit noch heute Getreidemühlen und Sägewerke.
Ab in die Sommerfrische
Seit 1866 fährt man nach Schluchsee zur Erholung. Naturreines Wasser zum Baden und Leben, viel Sonne, blühende Wiesen, saftige Weiden und wildreiche Wälder bilden zwischen April und Oktober die grüne Lunge für Kurort, See und Umgebung. Mit Eis, Schnee und kristallklarer Luft, Skipisten und Langlaufloipen lockt der Winter. Nichts fehlt, was den Urlaub verschönt: Shopping im lebendigen Ortskern mit Cafés, Boutiquen, einem
Kurhaus und hübschen Ruheplätzen. Die alten, renommierten Gasthöfe haben sich zu allen Jahreszeiten auf die Gäste eingestellt und bieten heute jeglichen Komfort, ohne ihren Charme eingebüßt zu haben. Neue, moderne Hotels sind hinzugekommen und wetteifern um die Gunst des Gastes.
www.Schluchsee.de
Text: Renato Diekmann, Fotos: Schluchsee TI

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