Im Zauber der Ferne

Exotische Zauber

Eine Orgie von Farben, Klängen und Gerüchen

Von Schaum gekrönt, rauschen türkisfarbene Wellen an den puderweißen Strand, die Palmen säuseln sanft im Wind, der von Westen leicht über das Meer weht. Ein betörender Duft von Patschuli und Sandelholz süßt die Luft bei 29 Grad im Schatten. Landeinwärts säumt den hellen Sand eine üppige Tropen-Vegetation mit einzigartiger Farbsymphonie aus Blüten, Blumen und grünem Blattwerk. Ist hier der Garten Eden? Nein. Das hier ist Indien. Der Subkontinent südlich des Himalayagebirges ist eine Orgie von Farben, Klängen und Gerüchen und lebt eine der ältesten Kulturen der Welt.

Imposante Bilderfülle

Der Schmelztiegel der Religionen und Sprachen hinterlässt unvorstellbare Eindrücke. Die Jahrtausend alte Geschichte spiegelt sich in einer Fülle imposanter Bilder wider. Das Leben der Menschen ist so faszinierend und vielseitig wie der Alltag in den Millionenmetropolen Bombay, Delhi oder Kalkutta. Hindus reinigen sich im Fluss von ihren Sünden. Nach vorn gekippte Rikschas warten auf zahlungskräftige Kunden, heilige Kühe belagern die Straße, Taxis bahnen sich hupend einen Weg durch den dichten Verkehr, ein Fahrradfahrer mit Fischen auf dem Gepäckträger rollt vorbei, junge Männer auf Motorrädern überholen knatternd einen trabenden Wasserträger, über dessen Schulter ein tropfender Ledersack hängt. Der Vielvölkerstaat ist reich an Denkmälern, vergoldeten Tempeln und grandiosen Moscheen, prächtigen Maharaja-Palästen, sagenumwobenen Grabstätten und einsamen Höhlenklöstern.

Fruchtbares Land, traumhafte Strände

Das Spektrum der Landschaft reicht von schneebedeckten Achttausender-Gipfeln im Himalaya und sandgelben Wüsten über eintöniges Hochland und die fruchtbare Tiefebene des Flussdeltas im Osten bis zu den traumhaften Stränden von Goa und Kerala an der indischen Westküste, die wegen ihrer tropischen Vegetation von Europäern hoch geschätzt wird. Kerala, das Kokosnussland, liegt im Südwesten Indiens und reicht bis an die südliche Spitze Subkontinents. Der Bundesstaat, der Kaffee, Tee, Cashewkerne und Öl aus Kokosnüssen in alle Welt exportiert, ist ein bis zu 120 Kilometer breiter fruchtbarer Küstensteifen. Er zieht sich an den Steilhängen der Ghats, einer Gebirgskette entlang, die westwärts ins Arabische Meer abfällt.

Naturparadies

Kerala ist ein immergrünes Naturparadies mit prachtvollen Palästen, ursprünglichen Dörfern und riesigen Teeplantagen, es besitzt ausgedehnte Wald- und Naturschutzreservate mit reichem Wildtierbestand, im Küstenbereich palmengesäumte Flüsse, Seen und Lagunen, besser bekannt als die berühmten Backwaters, die mit traditionellen Hausbooten bequem befahren und erkundet werden können. Beliebt sind die kilometerlangen Badestrände um die Hauptstadt Trivandrum. Die wehenden Palmen, die Vasco da Gama einst mit winkenden Menschen verwechselte, wiegen sich wie eh und je im sanften Wind, der sein Lied von den Küsten Arabiens und Afrikas herüberträgt.

Exotisch, mystisch und voller Poesie

Noch heute sind hier Mythos und Geschichte eng miteinander verwoben. Keralas schwarzes Gold, der Pfeffer, erinnert noch heute an Zeiten, in denen Kräuter und Gewürze so wertvoll waren wie Gold. Für diese Kostbarkeit wurden die Weltmeere umschifft, neue Handelsrouten erkundet und sogar Kriege angezettelt, um die Vormachtstellung im Gewürzhandel gewaltsam an sich zu reißen. Gegen den Widerstand der Bevölkerung musste Kerala zu verschiedenen Zeiten mit der Vereinnahmung durch Portugiesen, Holländer, Franzosen und Briten leben. Die fremden Machthaber hinterließen aber nicht nur Blut, sondern auch sichtbare Spuren in der Geschichte und Kultur Keralas, das sich durch freundliche Menschen hervorhebt. Wer diese liebenswerten Bewohner in diesem zauberhaften Landstrich kennenlernen will, muss sich Zeit nehmen und einlassen auf eine fremde, exotische Kultur.

Am goldenen Strand

Das geht am besten im Ayurvedic Beach Resort Somatheeram. Es liegt an der malerischen Küste Malabars, nur 21 km entfernt von Keralas Hauptstadt Trivandrum. Auf einem Hügel über dem Meer thronen die im traditionellen Kerala-Stil erbauten Bungalows aus solidem Holz mit antiken Türen und Säulen inmitten der tropischen Vegetation. Weit reicht der Blick über die Bucht bis hinüber zum schönen Strand von Kovalam. Durch die prachtvolle exotische Gartenanlage schlängeln sich schmale Pfade. Sie leiten uns vorbei an Skulpturen und ayurvedischen Heilpflanzen, führen unter Kokospalmen hinunter zum goldenen Strand, der sich bis an den Horizont erstreckt.

Ayurvedische Gerichte zum Sonnenuntergang

Die Bungalows sind hübsch anzusehen und fügen sich perfekt ins Bild, als gehörten sie schon immer hierher in die Natur. Viele der elegant eingerichteten Zimmer im Stil reicher Keraliten bieten eine atemberaubende Aussicht auf das Meer. Sie wird nur übertroffen von den spektakulären Sonnenuntergängen, die wir auf der Terrasse unter schattenspendenden Bäumen beobachten, während wir lustvoll die Köstlichkeiten der ayurvedischen Küche genießen, die uns von kaffeebraunen Schönheiten mit feuerroter Blüte in blauschwarzem Haar lächelnd serviert werden.

Das Wissen vom Leben

Im Ayurvedic Beach Resort Somatheeram offenbart sich zu unserem Glück "das Geheimnis der ewigen Jugend". Ayurveda – das Wissen vom Leben – ist eng mit dem Wissen um die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen verbunden und verfolgt das Ziel, uns im Ganzen zu heilen. In diesem Sinne ist Ayurveda auch eine Erfahrungsheilkunde über die Einheit von Körper, Seele und Geist. Sie bezieht dabei gleichermaßen unsere Sinne und die Umwelt mit ein, orientiert sich an den Elementen Feuer, Wasser, Erde, Luft. Erst nach eingehender Untersuchung und Beratung durch einen ayurvedischen Arzt werden die Reinigungs- und Verjüngungsgrogramme eingeleitet und die damit verbundenen ayurvedischen Behandlungen individuell auf uns abgestimmt. Sogar die medizinischen und kosmetischen Produkte werden hier frisch zubereitet und kommen überwiegend aus dem tropischen Garten, der uns im Somatheeram so üppig umgibt. Einen zauberhafteren Ort kann man sich kaum wünschen.

somatheeram.jpg vom 20.08.2008

 

 

Text: Renato Diekmann, Fotos: Somatheeram