Kein schöner DeutschLand

Im Quartier der Dichter

Zeit für Natur

Es duftet nach Tannen und Moos. Sonnenstrahlen fallen durch das Blattwerk der Laubbäume zu  Boden und  brechen sich im klaren Wasser der Ilse. Plätschernd hüpft der kleine Fluss über glatte Felsen und begrünte Steine ins liebliche Tal nach Ilsenburg im Harz. Die ruhige, geschützte Lage am Fuße des Brockens ist ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge in das Mittelgebirge zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Zum Beispiel über den 13 Kilometer langen Heinrich-Heine-Weg; er gilt als der schönste und abwechslungsreichste Aufstieg zum 1.142 m hohen Brocken und führt durch eine sagenumwobene Bergwildnis mit Wäldern, Mooren und Fließgewässern.

Berühmte Gäste

Im historischen Ortskern von Ilsenburg, wo der Heinrich-Heine-Weg beginnt, liegt das Landhaus „Zu den Rothen Forellen“ idyllisch am Forellenteich. Die natürliche Umgebung hat die Gäste dieses Hauses seit Jahrhunderten mit den Früchten des Ilsetals und dem Wildbret der wildreichen Wälder verwöhnt. Schnell entwickelte sich das romantische Fachwerkensemble zu einem beliebten Treffpunkt für Jäger und Naturliebhaber. Das Haus am See hat viele prominente Gäste beherbergt: Friedrich Schiller übernachtete hier mit seiner Frau Charlotte von Lengefeld, bevor sie gemeinsam den höchsten Berg im Norden Deutschlands bestiegen. Hans Christian Andersen ersann vor dem Kaminfeuer Märchen für die Nachwelt, und Heinrich Heine erwähnte es 1824 in seiner berühmten „Harzreise“. Zar Peter III. machte hier Rast, ebenso König Georg V. von Hannover und der Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen.

Behaglicher Landhausstil

Nach einer wechselvollen Geschichte im deutsch-deutschen Grenzgebiet wurde das Anwesen 1995 mit viel Liebe zum Detail und großer historischer Sorgfalt zu einem First-Class-Hotel umgebaut und ist heute das einzige Fünf-Sterne-Hotel in Sachsen-Anhalt. Innen präsentiert sich das Hotel im behaglichen Landhausstil. Üppige Blumen-Arrangements, sanfte Lichtquellen, erdige Naturfarben und großformatige Bilder an hellen Wänden dominieren die Räume mit robusten Deckenbalken im Erdgeschoss. Die großzügige Lounge mit Bar, Kamin, Konzertflügel und bequemen Sitzgruppen erinnert an die sorglosen Zeiten feudaler Großgrundbesitzer. Die behagliche Atmosphäre setzt sich fort  in allen 52 Zimmern, die mit eleganten Möbeln, ausgewählten Tapeten und hochwertigen Stoffen individuell und charmant gestaltet wurden.    

Wintergarten mit Panoramablick   

Im lichtdurchfluteten Restaurant „Wintergarten“ gibt es zu Frühstück, Lunch und Dinner stets einen kostenlosen Panoramablick über den Forellenteich, der vom Marktplatz und von einem schönen Park mit altem Baumbestand umrahmt wird. Besonders romantisch lassen sich die lauen Sommerabende auf der vorgelagerten Terrasse genießen unter bunten Lampions und funkelnden Lämpchen in den verzweigten Ästen der Bäume.

Stimmungsvolles Gourmetrestaurant

Das exklusive Highlight des Hotels ist die kleine, aber feine „Forellenstube“. Sie wurde von Gault Millau mit 15 von 20 Punkten ausgezeichnet und erhielt für ihre Leistungen einen Michelinstern. Die aromareiche, wunderbar leichte Kräuterküche steht im Einklang mit regionalen Produkten, saisonalen Angeboten und bester Qualität. Der Europäische Hummer mit Avocado und Curryöl, der geangelte Wolfsbarsch im Kardamomschaum auf  Lorbeercréme und der rosa gebratene Rehrücken mit Muskatblütenschaum, Ingwer-Vanillemöhren und Olivenbisquit zergehen auf der Zunge wie Butter. Jedes Gericht unterstreicht die klare, ehrliche Küche mit erlesenen Zutaten, die sich durch schonende Zubereitung und unverfälschten Geschmack auszeichnet. Gleiches gilt für die vielfältigen Weine aus dem gut sortierten Weinkeller, und selbstverständlich für die „Rothe Forelle“. Das leckere Standardgericht sollte jeder Gast wenigstens einmal während seines Aufenthaltes gekostet haben.

Der Harz lebt

Für Entdeckungstouren durch die einzigartige Mittelgebirgslandschaft stehen Fahrräder oder eine Phaeton-Limousine (mit oder ohne Chauffeur buchbar) bereit. Ein Besuch in das benachbarte Fachwerkstädtchen Wernigerode oder den mondänen Kurort Bad Harzburg ist ein Erlebnis. Wanderungen durch die geschichtsträchtige Umgebung, auf den Scharfenstein oder den Brocken, locken zu jeder Jahreszeit. Am umweltfreundlichsten lassen sich die Naturschönheiten im Nationalpark Harz bei der Fahrt mit der legendären Brockenbahn oder zu Fuß mit einem kundigen Ranger erkunden. Er kennt fast  jeden Berg mit Namen und erklärt geduldig Flora und Fauna. Mit etwas Glück entdecken Wanderer vielleicht einen Auerhahn, Schwarzspecht, Tannenhäher oder Luchs, der im Harz wieder heimisch geworden ist. Nach der ausgiebigen Erkundungstour lässt sich im Landhaus wunderbar ausspannen und die Annehmlichkeiten der Wellness- und Badelandschaft genießen.

 emblem.jpg vom 06.10.2008

 

www.Nationalpark-Harz.de          

 

Text: Renato Diekmann, Fotos: Renato Diekmann, Rothe Forelle (1), Nationalpark Harz (1)