FlicFlac. Artgerecht
Dunkel
Wer bisher geglaubt hat, der Höhepunkt eines Zirkus sind die exotischen Tiere, wie Elefanten und Tiger und die Clowns, die die Lachmuskeln strapazieren, der sollte sich einmal die Vorstellung des Flic Flac-Zirkus ansehen. Tanzende Elefanten, fauchende Tiger und mit Bällen jonglierende Seehunde sucht man vergeblich. Die Stars sind hier einzig die Artisten. „Underground“ heißt die Show, deren Akrobatik und Humor jeden in Atem hält. Der Titel ist treffend gewählt, denn gleich zu Beginn liegt die Manege im Dunkeln. Jeder ist gespannt, was passiert. Lediglich das leise Geräusch der Nebelmaschinen ist zu hören.
Mystisch
Feuerstöße unterbrechen jäh diese Dunkelheit. Den Zuschauern stockt der Atem. Er wird mitgerissen und taucht ein in eine geheimnisvolle Welt mystischer Faszination, schneller Beats und scharf geschnittener Dynamik. Die neue Flic Flac-Produktion „Underground“ ist ein Sprint durch aktionsgeladene Spitzenartistik und schräge Comedy, inszeniert mit spektakulärer Bühnentechnik, unglaublichen Feuer- und Wassereffekten, rockigen Sounds und natürlich tollkühner Akrobatik. Eine wirklich gelungene Inszenierung rund um das Thema Mystik, Dunkelheit, Feuer und Wasser.
Musikalisch
Musikalisch untermalt von den Potporis der Rockgruppe Rammstein werden faszinierende Programmpunkte oft in großer Höhe gezeigt: Todesrad, Vertikalkette, Flying Beatas, Netzakrobatik, Feuer- und Diabolojonglage, Motorradtrapez und vieles mehr werden durch Mut und Akrobatik perfekt dargeboten.
Artistisch
Wer diesen Zirkus besucht, sollte wissen, dass es kein normaler Zirkus ist. Damen im knappen Lederoutfit und mit einer Peitsche in der Hand bändigen acht wilde Motorradfahrer. Kreuz und quer rasen diese Fahrer in einer fünf Meter großen Stahlkugel, dass das Auge Mühe hat, dem zu folgen. Immer wieder wundert man sich über die Artisten, die aus Gummi zu sein scheinen. Seil- und Reckakrobaten, Schlangenmenschen und Trapezkünstler lassen die Zuschauer aus dem Staunen nicht herauskommen. Zum Schluss wird die Manege unter Wasser gesetzt und verwandelt sie in eine feuchtfröhliche Party.
Text: Horst Rübke, Fotos: FlicFlac

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