Alles geht weiter
Ich habe Träume und meine Hände anzubieten; sie sind einmalig wie die deinen, deshalb komme ich selbst. Lass uns gemeinsam am Glücksrad schmieden oder einen Zirkus gründen, in dem Ideen wie Bomben einschlagen, geheimnisvolle Welten auflodern, und sich Augen gleich Türen öffnen. Jeder will lernen, sagt mir mein Kopf, und er hat recht: Meine Gefühle bestätigen das, und die Erfahrung lehrt, immer an sich selbst zu glauben, dafür gibt es gute Gründe. Was wollen wir mehr? Wir könnten zum Beispiel die Gedanken in Geschenkpapier wickeln, und die Sprache zu Büchern binden, damit sie Geschichten erzählen. Und falls wir in einsamen Nächten eine Träne verlieren, trotzen wir ihr ein Lächeln ab für den morgigen Tag, der ganz bestimmt kommt.
Lachen befreit, und die Freiheit steckt in uns! Immer wenn eine Flasche Wodka geleert ist, erinnern wir uns daran, was wir alles hätten machen können, und unsere Wünsche rotieren wie Windmühlen. Spätestens dann ist es Zeit, aufzubrechen, so weit kann die Zukunft nicht sein. Mit dem letzten Cent in der Tasche adoptieren wir unsere Träume, reißen den Kosmos aus dem Stumpfsinn, verwandeln den Erdball in ein Volksfest, stellen die Stadt kopf, und organisieren Karnevalszüge, in denen Sagengestalten durch die Straßen toben und Piano spielen. Sobald aber unsere Phantasie Kinder zeugt, wir Kleider von Charlie Chaplin erben, oder wie Buster Keaton Herzblut verschütten, haben wir‘s geschafft, geliebt zu werden - bei Gott, ja: Unsere Vorsätze gleichen Feuerwerksraketen, die mit Pauken und Trompeten in die Zukunft jagen; es gibt so viel zu tun, und deshalb machen wir weiter.
Fotos: AG, Tele5, EPS, AS
