Mobil mit Stil

Klein, kleiner, am kleinsten

Klein und teuer

Der iQ von Toyota ist kleiner als der Fiat 500 und ebenso witzig, praktisch wie der smart fortwo, aber um einiges innovativer dank der durchdachten Raumgestaltung und hohen Sicherheitsstandards. Er kostet in der Grundausstattung 12.700 Euro, ist damit deutlich teurer als der Aygo und der spürbar geräumigere Yaris. So viel Geld für ein so kleines Auto wird den interessierten iQ-Käufer wohl kaum zu einem Freudensprung veranlassen, auch wenn es auf einem der Bilder danach aussehen mag. Schließlich will der japanische Autokonzern mit dem iQ junge, umweltbewusste Menschen erreichen, die bekanntlich (noch) wenig Geld zur Verfügung haben, und deshalb jeden Euro zweimal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben. Im selbstbewussten Preis sind Klimaanlage, Servolenkung, Alufelgen und CD-Radio bereits inklusive. Mit Sonderwünschen können 16.000 Euro allerdings schnell übersprungen werden.

Klein und intelligent

Der kleinste Viersitzer der Welt ist beileibe kein Raumwunder, und imgrunde ein Zweisitzer. Mit weniger als drei Metern Länge kann man auch nichts anderes erwarten. Dennoch gehört der iQ zu den intelligenten Lösungen im modernen Automobilbau. Innovativ: Das neu entwickelte Differenzial an der Vorderachse, das kompakte Lenkgetriebe im Motorraum und der unter dem Fahrzeugbogen angebrachte 32-Liter-Tank schaffen zusätzlich Platz.  Im neuen iQ können zwei erwachsene Personen angemessen sitzen. Ist der Beifahrersitz weit genug nach vorn geschoben, passt auf die Rückbank mit Glück noch ein weiterer Erwachsener, bitte nicht größer als 1,70 Meter. Großzügig kann man das Platzangebot allerdings nicht nennen, schon gar nicht, wenn hinter dem Fahrer noch ein Kleinkind mitfahren muss. Dann wird es eng für alle Beteiligten. Erst recht für das Gepäck im Kofferraum, den man mit einem 23-Liter-Volumen ungestraft als lächerlich winzig bezeichnen kann. Sind die Rücksitze umgeklappt, bleibt immerhin ein 238 Liter großer Stauraum zur Verfügung (18 Liter mehr als beim Zweisitzer smart).

Klein und kräftig

Klein genug für die kleinen Parklücken in der Stadt, ist der Cityflitzer das richtige Auto zur richtigen Zeit. Der Benziner mit 3 Zylindern, 1 Liter Hubraum und 68 PS verbraucht  durchschnittlich 5,5 Liter auf 100 km/h. Das reicht aus, um in der Stadt umweltfreundlich und zügig voranzukommen. Flotter geht’s mit dem 90 PS starken 1.4 Liter-Dieselaggregat. Der Verbrauch reduziert sich hier um weitere 0,4 Liter. Lobenswert sind der sehr kleine Wendekreis und geringe Schadstoffausstoß, der vom Leichtgewicht smart allerdings noch unterboten wird. Die CO2-Emission des iQ liegt bei 99 g/km bzw. 104 g/km. Interessant ist die ab Mitte Juli 2009 lieferbare 1,3-Liter-Benzin-Variante mit 98 PS und spritsparender Start-Stopp-Automatik.

Klein und dynamisch   

Das Armaturenbrett mit Audiosystem und Klimaanlage ist V-förmig gestaltet und asymmetrisch angebracht, wobei die Fahrerseite tiefer in den Innenraum ragt als die des Beifahrers. So kann dieser mit dem Sitz weit nach vorne rutschen, um hinter sich Platz zu schaffen für einen weiteren Mitfahrer. Die klaren, schwungvoll geformten Instrumente, der trendig gestylte Innenraun, die ordentliche Verarbeitung, das hohe Sicherheitsniveau und der verhältnismäßig leise Motor gefallen und zeigen einmal mehr, dass Kleinwagen technisch nicht schlechter dastehen müssen als etwa die Golfklasse. Dank der breiten Spur liegt der doch sehr kurze iQ  satt auf der Straße und überzeugt mit soliden Fahreigenschaften, stabilem Geradeauslauf und gutmütigem Kurvenverhalten.

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Text: Renato Diekmann, Fotos: Toyota