Mobil mit Stil

Mit neuer Energie voran

Der Umwelt zuliebe

Wer die Umwelt schützen, Geld sparen und sein Gewissen beruhigen will, sollte beim Kauf seines nächsten Autos den Honda Insight oder Toyota Prius in Betracht ziehen. Der Prius – bereits in der dritten Generation erfolgreich auf dem Markt – kommt im Sommer für ca. 26.000 Euro zu uns, der Insight von Honda im Frühjahr zum Preis ab 19.550 Euro. Beide Fahrzeuge setzen auf prägnante Keilform mit abfallender Dachlinie zum Heck, auf große Heckklappe und umweltfreundlichen Hybridantrieb. Der deutlich preiswertere Insight ist technisch weniger anspruchsvoll, hat einen 88 PS starken Benzinmotor sowie einen Elektromotor, der bei mehr Leistungsbedarf zusätzlich 14 PS abruft. Leider sind auch die Materialen der Innenausstattung beim Insight liebloser ausgefallen als beim japanischen Vorzeigemodell Toyota Prius, der von einem 98-PS-Benziner und 80 PS starken Elektromotor angetrieben wird, was einer Systemleistung von 134 PS entspricht.

Mild- oder Vollhybrid?

Der Vorteil von Hybrid angetriebenen Autos wird sich vor allem im Stadtverkehr bemerkbar machen, denn auf Autobahn und Landstraße müssen die klassischen Benzinmotoren ran, um ihre Arbeit zu verrichten. Das gilt in erster Linie für den Insight, der als Mildhybrid vorfährt. Der 13 PS starke Elektroantrieb ist nämlich zu schwach und kann den 1,3 Liter-Benziner lediglich beim Beschleunigen im Stadtverkehr unterstützen und intelligent Sprit sparen helfen. Der Verbrauch, so Honda, liegt bei 4,4 Litern auf 100 Kilometer. Der Toyota Prius, der auf Vollhybrid-Technologie setzt, schluckt 0,3 Liter mehr. Zwei  Verbrauchswerte, die in der alltäglichen Fahrpraxis unrealistisch sind. Bei Probefahrten waren es im Schnitt genügsame 6,5 Liter auf 100 Kilometer.

Es kommt auf die Fahrweise an

Ob der Verbrauch von 6,5 Litern eingehalten werden kann, liegt letztendlich am Fahrverhalten des Fahrers. Er muss stets behutsam Gas geben, darf es mit der Beschleunigung nicht übertreiben und schon gar nicht "full speed" fahren. Damit spritsparendes Fahren erfolgreich gelingt, hilft Honda im Insight optisch nach und zeigt auf dem Display einen Beschleunigungsbalken an. Je mehr sich dieser im grünen Bereich befindet, desto wirtschaftlicher wird gefahren. Die umweltschonende Fahrweise belohnt Honda mit einem Bewertungssystem, das in Form von grünen Kleelbatt-Blüten im Drehzahlmesser angezeigt wird – eine hilfreiche visuelle Spielerei, auf die Toyota im Prius gänzlich verzichtet. Auch mit ihm ist die behutsame Fahrweise unbedingte Voraussetzung, wenn man den Benzinverbrauch drosseln und so niedrig wie möglich halten will.

Energie, die bewegt

Beim Bugsieren aus der Parklücke, beim Halten vor der roten Ampel, beim Dahingleiten über Landstraße und Autobahn nutzt der Prius den geräuscharmen Elektromotor, der leise vor sich hin summt, schadstofffrei arbeitet und bei niedrigen Geschwindigkeiten den besten Wirkungsgrad erzielt. Beim Beschleunigen des Wagens wirkt der zum Einsatz gerufene Benzin-Motor allerdings angestrengt. Gleiches gilt für den Honda Insight. Hier läuft der Verbrennungsmotor in der Regel fortlaufend weiter, schaltet sich nur bei Standzeiten vor der roten Ampel ab (Start-Stopp-Automatik) und lässt den Vierzylinder wieder an, sobald der Fahrer den Fuß von der Bremse nimmt.

Bequem und sicher, solide und langlebig

So unterschiedlich, ja eigenwillig die Inneneinrichtung der beiden Fahrzeuge gestaltet wurde – entspanntes Fahren ist im Honda Insight wie im Toyota Prius garantiert und vor allem sicher, denn beide Hersteller legen großen Wert auf eine aktive wie passive Sicherheit. Vier Personen sitzen und reisen bequem, und hinter der großen Heckklappe gibt es ausreichend Platz für das Gepäck. Auf den Rücksitzen stoßen groß gewachsene Personen allerdings mit dem Kopf schon mal an den Dachhimmel. Und weil die Sicht nach hinten stark eingeschränkt ist, gibt es im Prius eine automatische Einparkhilfe. Beide Fahrzeuge sind kompakt, fünftürig (einschließlich der Heckklappe) und durchweg familientauglich. Unter dem glattflächigen Ladeboden befindet sich die große Batterie – die dritte Energiequelle für eine umweltfreundliche Automobilzukunft. Auf die Hybridkomponenten gibt Honda Insight-Besitzern eine Garantie von 15 Jahren bis maximal 240.000 Kilometer Laufleistung, Toyota den Prius-Käufern eine 8-Jahres-Garantie bis maximal 160.000 Kilometer.

Punktsieg für den Prius

Vermutlich werden beide Modelle keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, aber ganz gewiss die Herzen umweltbewusster Autofahrer erobern. Beide Fahrzeuge sind praktisch und genügsam, wenn sie sanft  gefahren werden. Abgesehen vom Preisunterschied, hat der umweltfreundliche Vollhybrid Prius mit reichhaltigerer Ausstattung,  hochwertigeren Materialien, ausgereifterer Technik und höherer Leistung klar die Nase vorn. 

www.honda.de

www.toyota.de

Text: Renato Diekmann, Fotos: Honda & Toyota