Der Mini-Golf
Klein, aber oho!
Da sparsame City-Flitzer derzeit hoch im Kurs stehen, kommt der neue VW Polo wie gerufen. Wem der Platz ausreicht, fährt im neuen Polo kaum schlechter als im Golf. Die Neuauflage des erfolgreichsten Kleinwagens der vergangenen Jahre ist zwar kein Billigheimer, zählt aber zu den ausgewogensten Modellen im Reich der Autozwerge. Der neue Polo wird zur Einführung im Juni mit vier Benzin- (60 bis 105 PS) und drei Dieselmotoren (75 bis 105 PS) an den Start gehen. Obwohl er in der Länge und in der Breite nur wenige Zentimeter gewachsen ist, wird aus dem Polo ein kleiner Golf mit umfangreicher Ausstattung. Das Design ist schnörkellos und gradlinig, Front und Heck zeigen eigenständiges Profil und sind deutlich markanter als beim Vorgängermodell. Das gezielt auf den Polo abgestimmte Volkswagen Familiengesicht betont mit dem flachen Grill und dem seit dem Scirocco typischen Scheinwerferband das Plus an Breite.
Solider Arbeitsplatz
Die geringe Zunahme an Länge und Breite schafft innen etwas mehr Platz für Beine, Ellenbogen, Schultern und Ablagen wie etwa für die 1,5 l Wasserflasche in der Seitentür. Schon beim Einsteigen empfinden Fahrer/in und Beifahrer/in im luftigen Ambiente ein gutes Raumgefühl. Außerdem wächst der Kofferraum auf 280 Liter und kann auf 980 Liter erweitert werden. Das Interieur des Polos ist wie das Blechkleid klar und sachlich gestaltet. Bedienung und Übersichtlichkeit sind vorbildlich, Schalter und Knöpfe gut erreichbar und perfekt platziert. Materialien und Verarbeitung machen einen hochwertigen Eindruck, die entspannte Sitzposition auf bequemen, vielseitig verstellbaren Sitzen ist hervorragend, das Lenkrad neu gestaltet und griffig, die Ergonomie durchweg gelungen. Das schlichte, aber übersichtliche Armaturenbrett wurde gründlich überarbeitet, die Haptik fühlbar aufgewertet, und zwischen den weiß hinterleuchteten Rundinstrumenten gesellt sich eine digitale Tankuhr.
Motoren auf Sparkurs
Dass die Tankanzeige bei den sparsamen Motoren kaum merklich auf Null sinkt, werden preis- und umweltbewusste Autofahrer/innen besonders zu schätzen wissen. Das wird vor allem bei dem sparsamen BlueMotion der Fall sein, der (leider) erst zu einem späteren Zeitpunkt folgen wird, mit einem Verbrauch von 3,8 Litern Diesel und einem CO2-Ausstoß von 87 g/km glänzt, und damit zu den sparsamten Fahrzeugen seiner Klasse zählen dürfte. Der 1.2 Liter Benziner braucht 5,5 l Super auf 100 Kilometer, der 1.6 TDI begnügt sich mit 4,2 l Diesel. Optional verschafft VW Polo-Käufern mit dem komfortablen, siebenstufigen Doppelkupplungs-Getriebe (DSG) einen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern, und auch die Dieselaggregate laufen dank der Common-Rail-Einspritztechnik erheblich leiser. Verbreiterte Spur, McPherson-Vorderachse und Verbundlenker-Hinterachse, serienmäßiges ESP und größerer Bremskraftverstärker erhöhen die Sicherheit und verbessern Straßenlage, Fahrkomfort und –dynamik.
Wunschlos glücklich
VW setzt große Hoffnung auf den neuen Polo, der nobel, sauber und sparsam zugleich sein soll. Deshalb packt VW auf Wunsch in das neue Modell alles hinein, was das Fahren komfortabler und sicherer macht: Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, hochwertige Navis, elektronische Einparkhilfe, Spurhalteassistent, variable Dämpfererkennung und, und, und. Der neue Polo ist seit Juni als Fünftürer und im Herbst als sportlicher Dreitürer mit abgeflachtem Dach und dynamischer Fensterlinie zu haben und derzeit der begehrteste Kleinwagen Deuschlands (dank der Abwrackprämie). Zur Markteinführung gibt es die Ausstattungsvarianten „Trendline“, „Comfortline“ und „Highline“, ab „Comfortline“ serienmäßig mit halbautomatischer Klimaanlage.
Text: Renato Diekmann, Fotos: Diekmann, Volkswagen AG

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