Mobil mit Stil

Der Golf-Rivale

Opels neue Hoffnung  

Die optische und technische Nähe des neuen Astra zum erfolgreich eingeführten Insignia der krisengeschüttelten Rüsselsheimer Autoschmiede ist nicht zu übersehen. Größer als sein Vorgänger, aber nicht teurer, rollt das für Opel mit Abstand wichtigste Volumenmodell Astra nach seiner Premiere auf der IAA zu den Händlern. Das Design ist athletischer geworden und zeigt mehr Muskeln. Der Viertürer ist um fast 20 cm auf 4,42 Meter gewachsen und innen hochwertiger ausgestattet. Mit markanten Falten entlang der Flanken und Schulterpartie, leicht abfallender Dachlinie, gestreckter Motorhaube, dominanter Frontschürze, gestylten Bixenon-Scheinwerfern und winkelförmigen Heckleuchten schickt Opel seinen Neuling an den Start – gegen seine kleineren Erzrivalen Golf und Focus. Das komplett neu gestaltete Auto will aber auch eine Alternative sein für Alfa Romeo 147, Fiat Bravo, Renault Mégane und den Mazda 3, dem der Astra auf den ersten Blick sehr ähnlich sieht.

Qualität zum Anfassen

Die dynamische Form der Karosserie setzt sich innen mit modernen Stilelementen fort, die das Ambiente durch intelligente Nutzung und ansehnliche Materialien aufwerten. Alles, womit Fahrer und Passagiere in Berührung kommen, fühlt sich angenehm an. Beim neuen Astra gilt: einsteigen und sich wohlfühlen. Sobald man auf dem Sitz mit bequemer Lehne und gutem Seitenhalt für einen gesunden Rücken Platz genommen hat, fällt der Blick auf den schick gestalteten Arbeitsplatz, die rot umringten Instrumente und effektvoll beleuchtete Kulisse an Armaturen und im Innenraum. Wird der Schlüssel im Zündschloss gedreht, erhellen sich die Lichter und sorgen für ein illuminiertes Cockpit. 

Praktische Lösungen

Erfreulicherweise verfügt das neue Kompaktmodell über mehr Ablagemöglichkeiten als sein Vorgänger. Praktisch und gut erreichbar sind die multifunktionale, mit (zu) vielen Drucktasten versehene Mittelkonsole, die Getränkehalter, das Mini-Fach auf der Fahrerseite für Handy, Schlüssel oder Sonnenbrille und das Schubfach unter dem Beifahrersitz für zusätzliche Utensilien. Der dreifach verstellbare Boden im Kofferraum ist ebenfalls raffiniert gelöst. Unter dem Boden lässt sich z. B. ein Aktenkoffer oder Laptop unsichtbar unterbringen. Ist der im Astra flexible Zwischenboden namens „Flex Floor“ auf der untersten Stufe angebracht, lassen sich darüber bis zu 370 Liter Gepäck verstauen. Das ist eine Reisetasche mehr als beim Golf und ein mittlerer Koffer weniger als beim Fiat Bravo und Renault Mégane.

Für jeden was dabei

Der neue Astra wendet sich sowohl an junge und sportlich begeisterte Fahrer als auch an Senioren und gesetzte Herrschaften. Es gibt die Basisversion Selection zum unveränderten Preis von 16.900 Euro sowie die Versionen Edition, Sport und Cosmo mit einer großen Auswahl an Dekor- und Stoffapplikationen für Armaturenträger, Mittelkonsole, Türverkleidungen und Sitzpolster. Edition verkörpert ein frisches, jugendliches Lebensgefühl. Die Sport-Version vermittelt sportive Eleganz, während Cosmo voll auf Gediegenheit setzt.

Der Astra denkt mit

Das einstige Stuckern auf Querfugen und Kopfsteinplaster gehört ebenfalls der Vergangenheit an. Wie im Insignia nutzt nun auch der neue Astra das aufpreispflichtige Flex-Ride-System mit elektronisch geregelten Stoßdämpfern. Damit fährt sich der Wagen viel agiler. Mit verlängertem Radstand, großen Reifen und verbreiterter Spurweite steigert der Astra die Fahrdynamik seines Fahrwerks, das souverän und sicher auf der Straße liegt. Es bietet eine Standard-, Sport- und Tour-Einstellung, die sich exakt auf das Fahrwerk abstimmen lassen, während es sich zugleich kontinuierlich an den jeweiligen Fahrstil und die Kurvengeschwindigkeiten anpasst. Dieses Auto denkt mit.

Sparsam in die Zukunft

Die bekanntlich breite Motorenpalette bietet Leistung für jeden Geschmack und Geldbeutel. Das Angebot besteht zum Start zunächst aus acht Aggregaten, die alle die Euro 5-Norm erfüllen. Bis auf die Benzin-und Diesel-Einstiegsmotorisierung geben sie ihre Kraft an moderne Sechsgang-Getriebe ab, die sich leicht und präzise schalten lassen.  

Das CDTI-Turbodiesel-Programm enthält vier Common-Rail-Motoren mit Mehrfacheinspritzung und Dieselpartikelfilter von 1,3 bis 2,0 Liter, die von 70kW/95 PS bis 118 kW/160 PS leisten. Auch eine ecoFLEX-Version mit niedrigem Verbrauch und CO2-Emissionen ist im Angebot.

Die vier Benziner mit 1,4 beziehungsweise 1,6 Litern haben ein Leistungsspektrum von 74 kW/100 PS bis 132 kW/180 PS. Ein neuer 1,4 Liter 103 kW/140 PS Turbomotor ersetzt den derzeitigen 1,8-Liter-Saugmotor. Er bietet ein 14 Prozent höheres Drehmoment, verbunden mit gleichzeitig reduziertem Kraftstoffverbrauch.

www.opel.de

Text: Renato Diekmann, Fotos & Quelle: Hersteller