Mobil mit Stil

Neue bunte smarties

Smarter denn je?

Der smart bleibt smart und fährt sich wie ein smart. Die Optik wurde aufgefrischt, Scheinwerfer und Rückleuchten neu gestylt, der Innenraum komfortabler gestaltet, die Sitze bequemer. Der smart ist zehn Jahre jung und knapp 20 Zentimeter länger geworden, was sich für die Passagiere kaum bemerkbar macht. Stattdessen wurde der Aufprallschutz verbessert und der Kofferraum von 150 auf 220 Liter vergrößert. Dass Wagen und Gepäckraum zu klein sind, kann dem smarten Zweisitzer natürlich nicht angekreidet werden, das haben Autos dieser Größe nun mal so an sich - der smart will ja kein Van sein. Ärgerlich ist eher der Verbrauch, den Kunden bemängeln. Mit 88 Gramm pro Kilometer beim Diesel und 103 Gramm pro Kilometer beim Benziner hat der smart immerhin die weltweit niedrigsten CO2-Emissionen eines Serienfahrzeugs, wenngleich die Werte wegen des höheren Verbrauchs hier ebenfalls leicht steigen dürften.

Schwungverlust

Die übersichtliche Sitzposition ist geblieben, der individuelle Schwung im Cockpit aber dahin und durch ein schnurgerades Brett mit Amaturen, Klima und Radio ersetzt worden. ESP gibt‘s wieder serienmäßig, Airbags sind gegen Aufpreis erhältlich. Die Ausstattungslinien heißen weiterhin Pure, Pulse und Passion. Das Basismodell hat ein Kunststoffdach, die beiden anderen Versionen ein durchsichtiges Dach aus Polykarbonat. Am schönsten ist das Coupé mit vollautomatischem Verdeck.

Mehr oder weniger?

Die Motorenpalette (von Mitsubishi entwickelt) wurde um einige PS erweitert, bei den Benzinern beschleunigen die Motoren jetzt um zwei Sekunden schneller auf 100 km/h und erreichen eine Spitze von 145. Für den Diesel ist bei 135 Schluss mit lustig. Er wurde vielfach als das sparsamste Serienauto der Welt angepriesen, schreibt Christoph Römer im DasAutoBlog. Doch nun hat ein Test bei "auto motor sport" zutage gefördert, dass der neue smart fortwo CDI zwar wenig verbraucht, allerdings längst nicht so sparsam ist wie angegeben. Mit seinen 45 PS ist der Zweisitzer ein optimaler Wagen für die Stadt. Auf der Autobahn geht es allerdings langsamer zu, zumal man sich zumeist auf einer Spur mit den LKW wiederfinden dürfte. In punkto Verbrauch wurden die angegebenen 3,3 Liter bei Weitem übertroffen. Im Test kam der Wagen auf knappe fünf Liter (Alltagsbetrieb) bzw. 4,1 Liter (ökonomische Fahrweise)…

smart begrüßt den Herbst mit dem fortwo edition highstyle in chocolate brown metallic mit Panoramadach und edler Ausstattung. Der Schoko-smart hat eine Start-Stop-Automatic, die den Benzin-Motor mit 71 bzw. 84 PS in Stillstandsphasen abschaltet und so Sprit sparen hilft.

Plus & Minus

Bis auf den IQ von Toyota konkurrenzloser Cityflitzer, der in jede Lücke passt, einzigartiges Konzept, innovative Technologie, aktive Sicherheit, bequeme Sitze, Fahrspaß pur, geiles Fahrfeeling, besonders im Coupé, kerniger Motor, handlich, klimafreundlich, kurz: smart, quadratisch, praktisch, gut.

Mäßiger Federungskomfort, anfällig in Kurven, bei kurzen Bodenwellen, Schlaglöchern und Seitenwind, unbefriedigender Geradeauslauf, geräuschempfindlich, zu hoher Verbrauch, langsame Halbautomatik, Sicherheitsgurte nicht höhenverstellbar, kostspielige Reparaturen.

Zielbewusst

Der smart fortwo transportiert zwei Personen und ihr Gepäck sicher ans Ziel. Mit dem Anspruch, klimafreundlich zu sein, hatte der smart bereits vor zehn Jahren auf vorbildliche Weise viele Antworten auf Fragen der urbanen Mobilität parat, die sich heute drängend stellen.  

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Text: Renato Diekmann, Fotos: smart