Bello Ragazzo
Die italienische Antwort
Mit dem Alfa Romeo MiTo haben die Autobauer in Turin ein Pendant zum Mini entwickelten - nur wesentlich eleganter als das der Mitbewerber aus dem britischen Oxford. Damit der Junior dem Mini möglichst viele Kunden ausspannt, haben die Italiener dem MiTo (Kurzform von Milano und Torino) eine rassige Figur, viel Charme, treuherzige Kulleraugen und eine umfangreiche Serienausstattung, aber auch einen saftigen Preis verpasst.
Leidenschaftlich wie ein Coupé
Der MiTo ist einer der wichtigsten neuen Alfa Romeo der letzten zwanzig Jahre, beteuern die Strategen aus Turin. Der erste kompakte Sportwagen, agil in den Fahreigenschaften, hochwertig in der Ausstattung und Ausführung, will das sportlichste Auto seiner Klasse sein und versucht, den Rückenwind des quasi über Nacht ausverkauften Supersportwagens 8C zu nutzen, vermutete einst der SPIEGEL. Wie das leiden-schaftliche Coupé hat inzwischen auch der kleine Dreitürer die Herzen der Deutschen, vor allem der Frauen, im Sturm erobert und ist erfolgreich auf unseren Straßen durchgestartet. Kaum ein Kleinwagen hat einen so süßen Kussmund wie der MiTo, keiner klimpert so verführerisch mit den Scheinwerferaugen, und keiner hat eine so kesse Kehrseite wie der 4,06 Meter kurze Kerl, schrieb das Blatt entzückt.
Klasse statt Masse
Dass der Alfa Romeo MiTo die Klassengrenzen einreißen will, zeigen seine umfangreiche Grundausstattung, das dicke Ausstattungspaket und die klassischen Sonderausstattungen. Hier unterstreichen u.a. Bi-Xenonscheinwerfer, ein Reifendruckkontrollsystem, Sitzbezüge in exklusivem Leder und ein Bose-Soundsystem, dass Klasse längst nichts mehr mit Größe zu tun hat.
Das Platzangebot vorne ist tadellos, der Gepäckraum zu klein, die Ladekante zu hoch. Dafür sind die Sitze bequem, die Bremsen standfest, Handling und Kurvenverhalten einwandfrei. Allerdings könnten der Treibstoffverbrauch weiter gedrosselt, der Federungskomfort verbessert und die Abrollgeräusche reduziert werden.
Fast alles an Bord
Das neue Modell bietet drei Benzin- und zwei Dieselmotoren sowie zwei Ausstattungsversionen an. Los geht es mit dem Alfa Romeo MiTo 1.4 16V, dessen Benziner zwischen 78 und 155 PS leisten, wobei der Turbo leicht verzögert anspricht. Der kleine Italiener glänzt mit einer konsequent
umfangreichen Serienausstattung: Immer an Bord sind unter anderem sieben
Airbags, die neue Alfa Romeo Fahrdynamikregelung mit Zugriff auf Motor,
Getriebe, Lenkung und Fahrwerk, ESP, elektrisch verstellbare Außenspiegel,
elektrische Fensterheber, Trip-Computer, Audio-Anlage mit CD-/MP3-Player und
16-Zoll-Felgen mit 195er Reifen.
Text: Renato Diekmann, Fotos: Alfa Romeo, Quelle: Alfa Romeo

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