Ein Stück Bayern in Afrika
Maxis Traumhaus
Von einem Haus im Grünen hat Maxi Huber schon als Kind geträumt. Dass es am Ende ein Gästehaus in Constantia, einem Stadtteil von Kapstadt, wurde, verdankt sie dem Quäntchen Glück, das jeder braucht. Die Tochter einer angesehenen Hoteliers-Familie auf Herrenchiemsee lernte Südafrika bereits als Teenager kennen, wo die Eltern bevorzugt ihren Urlaub verbrachten. Maxi war von den Widersprüchen und der Vielfalt des Landes zwischen zwei Weltmeeren, den faszinierenden Kontrasten zwischen lieblichen Weingärten, trockenen Wüsten und rauhen Bergmassiven tief beeindruckt.
Gelernt ist gelernt
Und so zog es die studierte Hotelfachfrau und ausgebildete Köchin, die ihr Handwerk u. a. bei Heinz Winkler in Aschau erlernte, regelmäßig nach Kapstadt, das zu den beliebtesten Touristenzielen weltweit gehört. Fünf der zehn schönsten Attraktionen Südafrikas sind hier zu finden: die Victoria & Alfred Waterfront, der Tafelberg, Robben Island, der Nationale Botanische Garten in Kirstenbosch und das Kap der Guten Hoffnung. Die unverwechselbare Schönheit der Kapregion und Maxi’s berufliche Fähigkeiten waren ausschlaggebend, hier sesshaft zu werden. Sie arbeitete als Köchin im renommierten Restaurant des nahe gelegenen Weinguts Buitenverwachting, und eröffnete in Kapstadt erfolgreich das „Maximilian“, das erste und einzige Restaurant mit original-bayerischer Küche.
In Hülle und Fülle
Nach der Geburt ihrer Tochter bezog Maxi ihr Traumhaus. 900 qm groß, mit 7 Gästezimmern, Lounge, Speisesalon, kleiner Rezeption und einer Wohnung im ersten Stock, die sie mit ihrer Familie und zwei Terriern teilt. Die großzügige Villa liegt in einem parkähnlichen Garten, hat Swimming Pool, Kinderspielweise, Tennisplatz und einen steinernen Freisitz unter schattigen Platanen. Schmiedeeiserne Fantasiefiguren schmücken die exotischen Beete, die den sattgrünen Rasen farbenfroh auflockern. Die langstieligen Blätter einer Palme behüten Frösche und Seerosen im kleinen Teich am Ende des über 8200 qm großen Grundstücks. Dahlien, Canaindica und Zantedeschia leuchten brillantrot, zitronengelb, orange, creme- und pinkfarben. Die verschwenderische Fülle der bunten Blütenpracht zeigt sich auch entlang der Terrasse, die von Lilien, Rosen und Lavendelbüschen hübsch umrahmt wird.
Schmankerl aus der Heimat
Der große Freisitz bietet Gästen bei Frühstück und Abendessen, zum Plauschen und Relaxen einen Platz an der Sonne und schnell fühlt sich der Gast heimisch und wohl wie im eigenen Garten. Dies Gefühl ist Maxi’s bayerischer Herzlichkeit zu verdanken, die das Wohl ihrer Gäste stets im Auge hat und auf besonderem Wunsch auch mal zum Kochlöffel greift, um ein südafrikanisches Menü mit bayerischen Akzenten auf den Teller zu zaubern, der auf blauweißem Rautenmuster serviert wird. Sogar Fleisch und Wurst aus der hauseigenen Metzgerei in Kapstadt sind originalgetreu nach bayerischen Rezepten hergestellt.
Klein und fein
Durch die haushohen, holzgerahmten Fenster fällt viel Tageslicht in die Diele, die durch kleine Utensilien in der gläsernen Vitrine liebevoll aufgewertet wird. Die klar gestaltete Leseecke mit dem grau genoppten Sofa unter der hölzernen Balustrade, zu der eine Treppe führt, verleiht dem Entrée herrschaftlichen Glanz. Mannshohe Giraffen aus lackiertem Holz vor pastellfarbenen Wänden erinnern daran, dass wir in Südafrika zu Gast sind. Die sieben Zimmer sind gemütlich und mit viel Geschmack eingerichtet. Komfortables, breites Bett, bequeme Sessel, Sofa und Couchtisch zu dunkel gebeizten Regalen und Truhen dominieren den Raum. Auf der ebenholzschwarzen Tischplatte auf schlanken, geschwungenen Beinen erblüht eine Lilie in unschuldigem Weiß vor olivgrün getünchten Wänden.
Handgefertigte Spiegel
Das ganze Interieur ist Ton in Ton aufeinander abgestimmt. Besonders schön sind die kunstvoll gestalteten Bäder mit Dusche und Eckwanne aus beigem Naturstein. Jedes Badezimmer hat seine individuelle Note und glänzt in bunter Farbenpracht. Im ersten Bad leuchtet der Waschtisch aus dick gemasertem Glas im Licht der Jugendstillampe türkis, im zweiten wie ein meergrüner Smaragd, im dritten rubinrot, und im vierten tiefblau wie ein Lapislazuli. Darüber hängen Spiegel. Sie sind das Werk eines befreundeten Künstlers aus Maxi's oberbayerischer Heimat, von Hand gefertigt und sorgfältig mit bunt emaillierten Mosaiksteinen geschmückt.
Freibad im Meer
Ob man zum Golfspielen oder Reiten ans Kap kommt, die Weingüter in Constantia besuchen möchte, die einmalige Aussicht vom Tafelberg genießen oder am Pool nur faulenzen will – Maxi Huber erfüllt ihren Gästen (fast) jeden Wunsch. Wer die herrschaftliche Villa in dem verwunschenen Garten für einige Stunden hinter sich lässt, wird von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten rund um Kapstadt entschädigt. In Muizenberg locken kilometerlange Sandstrände zum Spaziergang bis nach St. James zu den knallbunten Umkleidekabinen, wo Schüler (teilweise in Schuluniform) herumalbern und ausgelassen über die Wellen des Atlantiks hopsen.
Vögel im Frack
Vom Freibad im Meer ist es nur noch ein Katzensprung zu den Pinguinen am Boulders Beach von Simon’s Town. Entlang der geschützten Bucht mit Sardinen in Hülle und Fülle faulenzen die 80 cm großen Wasservögel auf bizarren Felsen unter der Sonne, marschieren unbekümmert zwischen den Badegästen hin und her, watscheln über den feinen Sand und die hölzernen Stege bis vor die „Pinguin Bar“, was mitunter auch lästig sein kann. Doch die Vögel im Frack lassen sich nicht vertreiben und kehren immer wieder an ihren Nistplatz zurück, den sie – bei drohender Gefahr – geräuschvoll wie ein brünstiger Esel verteidigen.
Blütenmeer am Tafelberg
Bevor es zurück ins Southern Light Country House geht, lohnt sich ein Spaziergang durch den Botanischen Garten von Kirstenbosch am Osthang des Tafelbergs. In einer der weltweit schönsten Parkanlagen führen Pfade und Wanderwege durch ein Feuerwerk seltener Pflanzen und exotischer Blüten aus Südafrika und der Kapregion. Ein Meer von Proteen und Fynbos, Lilien- und Strelitziengewächsen in allen Variationen beglückt die Sinne und erinnert an Maxi Hubers zauberhaften Garten für Gäste aus Bayern, Deutschland und der Welt.
> mehr über Southern Light Country House
Text: Renato Diekmann, Fotos: Renato Diekmann, SLCH

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