Kräuter gegen Depression
Erschöpft, verbittert, ausgebrannt?
Arbeitslosigkeit, sinkende Einkommen, steigende Preise, Bildungsmangel und Zukunftsangst nehmen zu. Die Folge sind häufig Depressionen. Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Oft sind sie nicht einfach zu erkennen. Vor allem leichte Depressionen fallen oft nur Spezialisten auf, die dafür einen besonders geschulten Blick haben. Depressionen können sich zum Beispiel hinter verschiedenen Symptomen verbergen. Trauer, Trennung, Liebeskummer, Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit müssen nicht unbedingt im Vordergrund stehen. Häufig kommen die Betroffenen mit Bauchbeschwerden, Magen- und Verdauungsproblemen, Rücken- oder Kopfschmerzen in die ärztliche Praxis. Auch Schlafprobleme oder Sexualstörungen aufgrund verminderter Libido sind typische Begleiterscheinungen von Depression.
Viele Menschen schleppen sich mit körperlichen bzw. psychosomatischen Erkrankungen durchs Leben, leiden aber vielmehr unter Depressionen, die nicht erkannt und demzufolge auch nicht behandelt werden, obwohl hochwertige medizinische Hilfe zur Verfügung steht.
Tabus brechen
Depressionen sind eine verborgene Krankheit, über die man ungern spricht. Körperliche Beschwerden, die in den Vordergrund drängen, und das Zögern, sich in der Arztpraxis offen zu äußern, erschweren die Diagnose. Umso wichtiger ist es, dass Sie Eigeninitiative ergreifen – wenn Sie selbst nicht mehr weiter wissen, ein Angehöriger oder Freund im seelischen Dunkel versinkt. Denn Depressionen lassen sich behandeln. Mit der Aufklärungskampagne „Depressionen. Erkennen. Verstehen. Behandeln“ informiert derzeit die BARMER über Ursachen, Formen und Behandlungsmöglichkeiten und richtet sich an Betroffene, um Vorurteile und Ängste im Zusammenhang mit der Erkrankung abzubauen. Den Anfang macht die Krankenkasse derzeit in Berlin. Mit Partnern aus dem stationären und ambulanten Bereich entwickelt sie ein neues Versorgungskonzept für Menschen mit mittelschweren und schweren Depressionen.
Gegen Angst und Depressionen ist ein Kraut gewachsen
Bei der Behandlung von Depressionen spielt neben der Psychotherapie der Einsatz von antidepressiven Arzneimitteln eine wichtige Rolle. Da durch die Verordnung von chemisch-synthetischen Arzneimitteln wie Tranquilizer betroffene Personen zu Suchtpatienten herangezogen wurden, setzen Mediziner und Psychotherapeuten heute bei leichter bis mittelschwerer Depression zunehmend pflanzliche Präparate auf Johanniskrautbasis ein. Gegenüber chemisch-synthetischen Präparaten haben diese pflanzlichen Arzneimittel den Vorteil, dass sie kaum Nebenwirkungen haben. Sie lassen sich deshalb über lange Zeit ohne die Gefahr von körperlichen Folgeschäden anwenden. Sehr wichtig für das Privat- und Berufsleben der Patienten ist auch, dass die Präparate nicht zu einer Beeinträchtigung der Arbeits- und Verkehrstüchtigkeit führen. Wer auf hochdosierte Monopräparate verzichten und gleichzeitig den häufigen Begleiterscheinungen wie Angst und Schlafstörungen wirksam begegnen will, kann auf bewährte pflanzliche Kombinationen zurückgreifen.
Eine gute Kombination
Schon in der Antike wurde Johanniskraut wegen seiner fiebersenkenden, wundheilenden harntreibenden Wirkung geschätzt. Johanniskraut ist stimmungsaufhellend und antriebssteigernd. Besonders bei leichten bis mittelschweren Depressionen ist Johanneskrautextrakt inzwischen am Markt sogar erfolgreicher als chemisch-synthetische Antidepressiva.
Auch die beruhigende Wirkung der Baldrianwurzel weiß man seit alters her zu schätzen. Baldrian hat als Arzneimittel eine lange Geschichte. Bereits die griechischen und römischen Mediziner schätzten die purpurrot bis weiß blühende Pflanze als Beruhigungs- & Heilmittel und setzten den Extrakt gezielt gegen Ruhelosigkeit und Schlafstörungen ein.
Die Passionsblume ist eine ideale Ergänzung zu den Inhaltsstoffen von Johanniskraut und Baldrian. Sie ist eine Kletterpflanze mit spiralförmig gewundenen Ranken, die eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen kann. Ihre Substanzen wirken entspannend und angstlösend, schlaffördernd, krampflösend, leicht schmerzstillend und leicht blutdrucksenkend.
Pflanzliche Arzneimittel haben in der Medizin also eine lange Tradition. Besonders die geringen Nebenwirkungen machen diese natürlichen Heilmittel äußerst beliebt. Deshalb vertrauen viele Menschen auf die lindernde Wirkung aus der Natur und nutzen die Wirkstoffkombination aus Johanniskraut, Passionsblume und Baldrian.
Wer Hilfe braucht, wendet sich an das Kompetenznetz Depression oder an die Telefonseelsorge gebührenfrei unter 0800 11 10 111 oder 080 11 10 222
Text: Renato Diekmann, Fotos: Pharma Forschung, BARMER

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